Wiener Frauenwoche 2026 Startseite wien.gv.at
  • Seiten
    • Leicht verständliche Sprache
    • Domain Policy
  • Icons
    • Bitte nicht lärmen
    • Blaulicht
  • Templates
    • Parkpickerl
    • Public WLAN

Programm

Wiener Frauenwoche 2026

Vernissage "Teko Reta – Unser Sein"

Ausstellung

5. 3. 2026
18:00 bis 20:00 Uhr
Ort: Türkenstraße 25 , 1090 Wien
Frida Kahlo Saal, Österreichisches Lateinamerika-Institut

Veranstalter*in: Österreichisches Lateinamerika-Institut

Beschreibung

Vernissage der Ausstellung: Teko Reta – Unser Sein Kunst, Identität und Widerstand im Gran Chaco Paraguays

Die Ausstellung zeigt Zeichnungen indigener Künstlerinnen aus dem Gran Chaco in Paraguay – einer Region, die von struktureller Armut, Landkonflikten und jahrzehntelanger kultureller Marginalisierung geprägt ist. In diesem Kontext wird die Kunst der Frauen zu einer eindringlichen Sprache des Widerstands, der Erinnerung und der Selbstbehauptung. In ihren Arbeiten spiegeln sich die enge Verbundenheit zur Natur und das tief verwurzelte Wissen um ökologische Zusammenhänge wider. Die Zeichnungen sind ästhetische Zeugnisse der biologischen und kulturellen Vielfalt des Gran Chaco – und zugleich politische und ihrer Bildsprache poetische Statements. Sie erzählen vom Kampf um den Erhalt des „Teko“, der eigenen Lebensweise, Identität und Weltbeziehung, ebenso wie von Ritualen, Traditionen und Mythen, die von Generation zu Generation weitergetragen werden. Frauen spielen dabei eine zentrale Rolle: Als Hüterinnen von Wissen, Kultur und Natur sichern sie das Fortbestehen indigener Gemeinschaften. Sie sind Kulturvermittlerinnen und zugleich aktive Akteurinnen gesellschaftlicher Veränderung. In ihren Bildern formulieren sie Widerstand gegen koloniale Gewalt, gegen patriarchale Strukturen und gegen die fortwährende Unsichtbarmachung ihrer Arbeit – als Künstlerinnen ebenso wie als gleichberechtigte Mitglieder oftmals machistisch geprägter Gemeinschaften. „Teko reta – Unser Sein“ schafft einen öffentlichen Raum für diese Frauenstimmen. Die Ausstellung macht sichtbar, wie künstlerische Ausdrucksformen zur Stärkung der Gemeinschaft beitragen, kulturelles Wissen bewahren und feministische wie gesellschaftspolitische Forderungen formulieren. Kunst wird hier zu einem Mittel der Selbstermächtigung  und zu einem Instrument kollektiver Zukunftsgestaltung.

Die von Sonia Siblik (Mexiko) und Isabel Arévalos (Paraguay) kuratierte Ausstellung findet im Rahmen des Internationalen Frauentages am 8. März statt. Bei der Vernissage am 5. März werden indigene Künstlerinnen und Aktivistinnen aus Paraguay über ihr Leben sowie ihre künstlerische und gemeinschaftliche Arbeit referieren.

Isabel Arevalos eröffnet seit vielen Jahren indigenen Künstler*innen aus dem Gran Chaco Räume in Europa, um ihre Kunst sichtbar zu machen und die von schweren sozio-ökologischen Problemen betroffenen Gemeinschaften der Region zu unterstützen.

Ausstellungsdauer: 05.03.2026 – 03.04.2026 | Frida Kahlo Saal

Die Ausstellung findet im Rahmen der Reihe Wo alles wurzelt: Frauen, Kultur und indigene schöpferische Kraft statt.

https://www.vhs.at/de/e/lai/wo-alles-wurzelt

Details

Ausgebucht: nein
Maximale Teilnehmer*innenanzahl: 80
Anmeldung erforderlich
per Webseite: https://www.vhs.at/de/e/lai/k/566757391

Abhaltung: analog
Offen für: Alle Geschlechter
Sprachen: deutsch, andere, Spanisch
Zielgruppe(n): Mädchen/junge Frauen, Seniorinnen, Migrantinnen, Alleinerzieherinnen, LGBTQIA+, Frauen mit Behinderungen, Alle, die sich als Frau identifizieren
Karte: Location auf dem Stadtplan Wien
Weiterführende Information
Bild ©: Daniela Jauregui